

Markus Wintersberger, Ingo Reulecke, künstlerische Leitung
Eva Chytilek, Florian Knispel, Karl Kühn, Claudia Larcher, Medienkunst
Ehud Darash, Andrea Nagl, Friederike Plafki, Louise Wagner, Choreographie
Constantin Popp, Soundscapes, Florence von der Weth, Sensortechnik
Davide Sportelli, Julia Kathriner, Maik Riebort, Juli Reinartz, Raffaella Galdi, Florencia Lamarca, Susana Beiro, Alessio Castellacci, Tanz
Im zweiten Jahr entwickelten junge Choreographen aus Berlin, Medienkünstler aus Wien und ein Komponist aus Weimar ein vielschichtiges Bespielungskonzept für einen gigantischen Raum – die alte Weimarer »Viehauktionshalle«. Die räumlichen Gegebenheiten der Halle, einer architektonisch einzigartigen Holzkonstruktion, bildeten dabei den einzigen fixen Parameter. Der Rest war Öffnung, Austausch, Transparenz, Zwiesprache zwischen den einzelnen Disziplinen. Durch eine Inszenierung, die diese kreativen Prozesse anschaulich machte, entstanden neue Erfahrungen des Ortes und seiner Dimensionen.
„Die Dinge geraten in Bewegung, Grenzen lösen sich auf, der Raum erzwingt ein choreographisches Setting aus Medienkunst und Performance. Der Raum ist das Gefäß, dessen architektonische und geschichtliche Gegebenheiten richtungweisend sind. Ihm werden die Aktionen behutsam eingeschrieben. Kommunikation ist das Schlüsselwort dieses Tanz-Medien-Forschungsprozesses, durch Kommunikation wird die Halle in Bewegung gesetzt – durch eine Kommunikation zwischen den einzelnen komplexen Disziplinen von bildender Kunst / Medienkunst / Performance / Tanz und den räumlich- atmosphärischen Maßstäben. Eine gesamträumliche Inszenierung entsteht, die wir schließlich zur öffentlichen Aufführung bringen. Das Publikum findet dabei kein Stück vor, das Stück schreibt sich vielmehr, einem komplexen Zustand gleich, in das vorhandene Szenario ein: ein diskursives Spiel diverser künstlerischer Handlungsweisen.“
Markus Wintersberger (künstlerischer Leiter, TanzMedienAkademie 08)
„Die TanzMedienAkademie ist ein medienübergreifender Forschungsprozeß. Untersucht wird der bewegte Körper, als Maß aller Dinge, und der Raum, als Summe aller Dinge, in dem der Körper sich befindet.
Die Untersuchungsinstrumente sind neue Medien und choreographische Methoden. Das subtile Verhältnis zwischen analogen und digitalen Arbeitsweisen wird in Balance gehalten. Forscher sind die Choreographen, Medienkünstler und Tänzer und die Zuschauer selbst, die Teil der Performance werden. Ein multimediales Forschungsergebnis entsteht.“
Karl Kühn (Medienkünstler)
„Aus der Symbiose von Tanz/Performance- und Medienkunst entstehen zwei einander entgegengesetzte Welten. Die Virtualität und die Realität. Durch den Einsatz von virtuellen Welten kann der Performer in die verschiedensten Wirklichkeiten von Zeit und Raum transportiert werden. Damit eröffnen sich den Bewegungen und Handlungen des Performers vielfache Perspektiven, die sowohl im Detail als auch in ihrer Komplexität betrachtet werden können. Es entstehen molekulare Welten, die unser Hören und Sehen intensivieren.“
Friederike Plafki (Tänzerin)
Die TanzMedienAkademie 08 wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
Mit freundlicher Unterstützung der Konsumgenossenschaft Weimar e.G. Unter Mitwirkung des SeaM der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, der Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Medien, der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« und der FH St. Pölten, Studiengang Medientechnik.
Gefördert durch die:

Mit freundlicher Unterstützung der Konsumgenossenschaft Weimar e.G.
Unter Mitwirkung des SeaM der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, der Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Medien, der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« und der FH St. Pölten, Studiengang Medientechnik